Sebastian Lauber ist Lobotomist Fotografie

Mein Name ist Sebastian Lauber – besser bekannt als die Person hinter „Lobotomistische Fotografie“. Ich wurde 1983 geboren und lebe in Erfurt, Deutschland. Die Bilder in dieser Ausgabe sind das Ergebnis einer Reise, die mehr als 5 Jahre gedauert hat.

Ich wurde nicht zum Fotografen ausgebildet. Nach dem Schulabschluss beschloss ich, eine kaufmännische Ausbildung zu beginnen – eine solide Karriere. Und es hat ganz gut geklappt, obwohl es immer dieses nagende Gefühl gab, dass etwas Wichtiges in meinem Leben fehlte. Ich war schon immer ein großer Fan von Horrorfilmen und bin ein aktives Mitglied der Dark, Gothic- und Metal-Szene. Kunst, Musik und Filme mit einem düsteren, seltsamen und sogar gruseligen Touch haben immer meine Aufmerksamkeit erregt. Besonders die Werke von Clive Barker, H. P. Lovecraft und Stephen King sowie die Musik von Wumpscut und ähnlichen Bands haben mich inspiriert. Ich musste all diesen Einfluss nutzen, um etwas Eigenes zu schaffen.

Im Jahr 2008 begann ich als Hobby zu fotografieren. Damals konzentrierte ich mich ausschließlich auf verlorene Orte, als ein Freund mich mit Photoshop bekannt machte. Ich erkannte bald all die Möglichkeiten, die sich durch dieses Programm eröffneten, und wollte meine Liebe zu allen Dingen der Gotik und

Schrecken in meinen Bildern. Ich hätte mir nie vorstellen können, professionelle Bilder von Menschen zu machen, aber irgendwie habe ich meine ersten vorsichtigen Versuche der Porträtfotografie unternommen. Meine Freunde – die alle so verrückt sind wie ich – haben immer an meiner Seite gestanden und mir angeboten, als Modelle oder

„Objekte“. So entstand die Idee, semiprofessioneller Fotograf zu werden und meinem Hobby mehr Zeit zu widmen. Anfang 2011 beschloss ich, diesem Projekt einen Namen zu geben und meine Bilder auf Social-Media-Seiten zu veröffentlichen. Der Name sollte so weit wie möglich vom Mainstream entfernt sein, so weit wie die Zielgruppe, die ich mit meinen Arbeiten ansprechen wollte. Aufgrund einer Horror-Fernsehserie hatte ich mich besonders für das Thema Lobotomie interessiert, als ich beschloss, dass dies der Name sein sollte: LOBOTOMIST.

Ich war jedoch nie ganz zufrieden mit meinen Bildern. Es war mir nicht gelungen, die Bilder so zu bearbeiten, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Durch intensive Selbststudien, Zeitschriften, YouTube-Tutorials, Workshops und Experimente habe ich viel gelernt. Erst jetzt kann ich sagen, dass meine Bilder von einer Qualität sind, mit der ich zufrieden bin, auch wenn es noch Raum für weitere Verbesserungen gibt.

Während des Entstehungsprozesses meiner Werke lernte ich eine Freundin einer Freundin kennen, die ebenfalls die dunkleren Künste bevorzugte und diese Tendenz bereits in ihren eigenen Werken umsetzte. Sie begann, mein Guineapig für die exzentrischeren Aufnahmen zu sein. Wir haben uns nicht nur in unser Hobby verliebt, sondern auch ineinander. Seit zwei Jahren leben wir nun schon miteinander und verwirklichen gemeinsam unsere Träume. Meine Freundin, bekannt als „Art of Lady Ewe“, ist mein Lieblingsmodell und hilft auch als Visagistin für meine anderen Modelle. Wir stehen noch am Anfang unserer Kreativität und werden hoffentlich bald einen Ort finden, an dem wir noch mehr wachsen können.

Weitere meiner Bilder finden Sie auf meiner Facebook-Seite sowie auf 500px.com.